Schulbildung

Die Schulbildung in Deutschland ist über ein mehrstufiges System organisiert. Es beginnt mit dem Primarbereich. In diesen Bereich fallen die Grundschulen. Diese Schulformen dienen dazu, die Grundlagen für die weitere schulische Laufbahn zu vermitteln. Deshalb stehen vor allem die Kulturtechniken im Mittelpunkt. Hierunter fallen Deutsch und Mathematik. Daneben werden auch einfache allgemeinbildende Fächer angeboten, wie Sachkunde, bildende Kunst oder Religion.

Primarstufe

Der Primarbereich ist darüber hinaus in vielen Bundesländern ein entscheidender Faktor für die weitere schulische Laufbahn. Am Ende der Grundschule stehen die Empfehlungen für eine Schulform. Sie ist in einigen Bundesländern – wie beispielsweise Baden-Württemberg – bindend. In andere Ländern wie Hessen hat die Empfehlung nur unter bestimmten Umständen konkrete Auswirkungen. Die anschließend besuchte Schulform ist abhängig von der Entscheidung der Erziehungsberechtigten.

Sekundarstufe I

Die Sekundarstufe I umfasst anschließend die Schulformen Haupt-, Real- und Gesamtschule sowie das Gymnasium bis zur Oberstufe. Die verschiedenen Formen unterscheiden sich sowohl hinsichtlich der Lehrpläne, wie auch in methodischer und didaktischer Hinsicht. Grundsätzlich gilt, dass die Methodik und Didaktik den Voraussetzungen der Schüler entsprechen muss. Deshalb durchlaufen die Lehrer für die verschiedenen Schulformen – einschließlich der Grundschule – Studiengänge, die auf die Erfordernisse ausgerichtet sind. Die Schulformen haben auch Auswirkungen über die weitere Schul- und Berufsausbildung. Verschiedene Berufe verlangen unterschiedliche Schulabschlüsse. Die Abschlüsse können allerdings nach einem Abschluss nachgeholt werden, wofür weitere Schulen zur Verfügung stehen. Die einzelnen Lehrpläne sind grundsätzlich darauf ausgerichtet, dass die zu erwartenden Anforderungen für die Ausbildung nach der Schule erfüllt werden können. Darüber hinaus werden auch die Grundlagen für eine weitere Schulbildung gelegt.

Sekundarstufe II

Die Sekundarstufe II wird schließlich aus den beruflichen Schulen und der Oberstufe des Gymnasiums gebildet. Auch hierbei sind die Lehrpläne und die Ausbildung der Lehrkräfte wieder auf die Erfordernisse ausgerichtet. Während die Sekundarstufe I noch überwiegend aus Schülern besteht, die der Vollzeitschulpflicht unterliegen, sind die Schüler der Sekundarstufe II in der Regel nicht mehr verpflichtet, ihre Schulpflicht ganztägig auszuüben. Allerdings besteht hier noch eine Teilzeitschulpflicht, die mit dem Besuch der Berufsschule erfüllt werden kann.

Sonderschulen

Daneben bestehen noch zahlreiche weitere Bildungseinrichtungen wie die Sonderschulen. Sie sind auf spezielle Erfordernisse ausgerichtet, die durch Einschränkungen der Schüler entstehen. Die Ausbildung der Sonderschullehrer unterscheidet sich deshalb von der Ausbildung der Lehrer der weiteren Schulformen. Je nach Spezialisierung der Schulen kann die Ausbildung zusätzliche Kenntnisse notwendig machen. Vor allem die Kenntnis der Einschränkungen und deren Auswirkungen spielen bei den Sonderschulen eine wesentliche Rolle. In der Vergangenheit bildeten sich deshalb viele spezielle Sonderschulformen heraus. Deshalb gibt es sowohl Sonderschulen für geistig behinderte Menschen, Sonderschulen für Lernbehinderte, Sonderschulen für Körperbehinderte und noch etliche Formen mehr. Die Schulen verfügen über Lehrpläne, die auf das Niveau der Schüler angepasst sind.

Ausbildung der Lehrer

Die Anforderungen an die pädagogischen Fähigkeiten der unterschiedlichen Schulformen variieren sehr stark. So beinhaltet das Studium der Lehrer für die Hauptschulpädagogik einen wesentlich höheren Anteil an Erziehungswissenschaften, als dies für Gymnasiallehrer der Fall ist. Ihr Schwerpunkt liegt vielmehr in den fachlichen Kompetenzen. Auch die fachlichen Anforderungen schwanken zwischen den Ausbildungen stark. Die Lehrer studieren darüber hinaus für das Unterrichten von speziellen Fächern. So können Lehrer Deutsch und Mathematik auf Lehramt studieren – oder andere Fächerkombinationen. In der Praxis beschränken sich die Aufgaben allerdings nicht auf den Unterricht der studierten Fächerkombinationen.

Foto: Robert Kneschke-Fotolia

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