Berufsausbildung
Die Berufsausbildung untergliedert sich im wesentlichen in den vollschulischen Bereich und die Ausbildung im dualen Ausbildungssystem. Eine berufliche Ausbildung kann darüber hinaus auch über ein Studium an einer Universität oder Fachhochschule erfolgen. In der Berufsausbildung sollen alle theoretischen und praktischen Fertigkeiten vermittelt werden, die den Auszubildenden nach der Ausbildung befähigen, einen Beruf aktiv auszuüben.
Grundlagen der Berufsausbildung
Für die Gestaltung der verschiedenen Ausbildungen sind unterschiedliche Gesetze und Ordnungen gültig, die in dem jeweiligen Berufsbild umgesetzt werden müssen. Es handelt sich hierbei um das Berufsausbildungsgesetz und in handwerklichen Berufen um die Handwerksordnung. Darüber hinaus gibt es für soziale und medizinische Berufsfelder noch jeweils eigene Gesetze, die einzig für die jeweiligen Berufe gültig sind. Weitere Beschränkungen erfährt die Berufsausbildung durch spezielle Regelungen im Jugendarbeitsschutzgesetz sowie in den verschiedenen Arbeitsgesetzen und im Schwerbehindertenrecht.
Die duale Ausbildung
Die duale Ausbildung findet in einer Kombination aus betrieblicher und schulischer Ausbildung statt. Grundlage für den praktischen Teil der Berufsausbildung ist die Ausbildungsordnung. In der Regel wird der betriebliche Ausbildungsteil an zwei bis drei Tagen wöchentlich durchgeführt. Allerdings ergeben sich in einigen Berufsfeldern Abweichungen, so dass betrieblicher und schulischer Teil in Blöcken von mehreren Wochen organisiert sind. Im dualen System kann zusätzlich noch ein praxisorientierter Teil in den Einrichtungen der Handwerkskammern und Innungen stattfinden, der die betrieblichen Kenntnisse vertieft. Die schulische Ausbildung findet in Berufsschulen statt. Die theoretischen Ausbildungsinhalte unterliegen den zuständigen Stellen des jeweiligen Bundeslandes. In der Regel handelt es sich um die Schulaufsichtsbehörden. Der eigentliche Lehrplan gilt allerdings für die gesamte Bundesrepublik. Im Normalfall findet der Unterricht an zwei Wochentagen statt. Der schulische Unterricht gliedert sich in zwei Teile. Der erste Teil ist der allgemeine Teil. Er besteht aus allgemeinbildenden Fächern wie Deutsch, Politik und Religion. In einigen Fällen können noch weitere allgemeinbildende Fächer wie Englisch in den Lehrplan aufgenommen werden. Der zweite Teil der theoretischen Ausbildung ist der fachtheoretische Unterricht. Er umfasst berufsbezogene Fächer wie Fachmathematik, Werkstoffkunde und andere relevante Fächer. Eine Ausbildung im dualen System verfügt in der Regel über eine Zwischenprüfung sowie über eine Berufsabschlussprüfung, die in einen praktischen und einen mündlichen Teil untergliedert sind. Voraussetzung zur Zulassung zur mündlichen Prüfung ist in der Regel das Bestehen der praktischen Prüfung.
Vollschulische Ausbildung
Die vollschulischen Ausbildungen finden an speziellen Fachschulen statt. Bei diesen Ausbildungsgängen steht der theoretische Unterricht im Vordergrund. Die Ausbildungsinhalte untergliedern sich in Fächerkombinationen, die für den Beruf notwendige Kenntnisse vermitteln. Darüber hinaus werden allgemeinbildende Fächer wie beispielsweise Deutsch und Mathematik ergänzend angeboten. Wie auch bei der Ausbildung im dualen System enden die vollschulischen Ausbildungen mit einer Abschlussprüfung. Da die vollschulischen Ausbildungsgänge ein Defizit in der praktischen Ausbildung aufweisen, werden ein oder mehrere Praktika in die Ausbildungsgänge integriert, die über mehrere Wochen bis Monate andauern.
Studium
Ein Studium findet an Hochschulen, Fachhochschulen und anderen den Hochschulen gleichgestellten Bildungsstätten statt. Der Unterricht findet in der Regel in Form von Vorlesungen, Seminaren und Ähnlichem statt, die durch Praktika ergänzt werden. Die Studiengänge sind in Semester unterteilt. Im Gegensatz zu Fachschulen oder dem dualen Ausbildungssystem müssen im Studium mehrere Zwischenprüfungen absolviert werden. Die Ausbildungsgänge enden mit einer Examensarbeit, die unter wissenschaftlichen Kriterien verfasst sein muss.
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